Da nur etwa eine Woche Zeit war, habe ich
nur einige Clubmitglieder, die eigentlich
regelmäßig an Veranstaltungen des VW-
Veteranenclubs Münster e.V. teilnehmen
angerufen, ob sie an einer Teilnahme an der
Veranstaltung in Melle interessiert wären.
Wer nicht benachrichtigt worden ist, tut mir
leid, aber ich habe nicht jeden anrufen
können und falls ich jemanden nicht sofort
erreicht habe, auch nicht noch einmal
angerufen.
Treffpunkt war Sonntagmorgen um 9 Uhr am Gartencenter in Handorf. Teilgenommen haben dann: Rudolf Blomberg, Carsten Lenfers mit Freundin, Hanni und Martin Bramkamp mit Kindern und natürlich Hund Timmi sowie Gabi Ortjohann und meine Wenigkeit. Wie hatten " Moritz" mitgebracht, unseren neuen Käfer aus Gütersloh. Er gehört Gabis Onkel, da der aber in den letzten Jahren kaum noch damit gefahren ist (nur etwa 150 km), hat er uns " Moritz" großzügigerweise überlassen. "Moritz" heißt der Käfer übrigens seit 1962. Für Moritz war es die erste Ausfahrt mit dem VW- Veteranenclub.
Über Telgte, Glandorf, Bad
Laer, Bad Rothenfelde ging es dem
Teutoburger Wald entgegen. Die Strecke
führte weiter über Dissen und
Wellingholzhausen nach Melle, wo wir nach
einer Stunde Fahrt eintrafen. Die Strecke ab
Dissen ist übrigens landschaftlich sehr
schön zu fahren.
Das Automuseum ist schon am Ortsrand von
Melle ausgeschildert, so dass es kein
Problem war dorthin zu finden. Als wir in
den Innenhof des Museums einbogen, hatten
sich schon einige Volkswagen versammelt.
Neben dem Käfer-Club Osnabrück e.V. waren
auch die Käferfreunde aus Bad Oeynhausen
gekommen.
Um halb elf ging es dann los. Mit zwanzig Autos rollten wir durch Melle, darunter auch ein VW-Porsche 914, ein VW Typ 181 und ein sehr schöner alter Bulli. Zunächst wurde eine Tankstelle angefahren, denn ohne Sprit läuft auch ein Käfer nicht. Dannach führte die Strecke nach Wellingholzhausen, über Borgloh, weiter nach Bad Iburg, dann in einem weiten Bogen nach Hagen am Teutoburger Wald. Nun ging es an Georgsmarienhütte vorbei nach Harderberg. Wir hatten in den letzten zwei Stunden einen Teil der ausgeschilderten Osning-Route befahren, die Strecke ist sehr schön zu fahren.
In Harderberg war im Stammlokal des Käfer-
Club Osnabrück e.V. das Mittagessen
eingeplant. Die Tische waren für uns
reserviert und auf der Tageskarte konnten
wir zwischen Schnitzel, Sauerbraten und
Schweinefilet, jeweils mit Suppe und Dessert
wählen. Das Essen war gut und reichlich und
darüberhinaus auch preiswert, eine
Gaststätte, die eines Käfer-Clubs würdig ist.
Leider verschlechterte sich das Wetter nun
von Minute zu Minute und hatte am Morgen
noch die Sonne geschienen, so fing es nun an
zu regnen.
Nach der Mittagspause ging es, bei zum Glück nur leichtem Nieselregen über kleine Nebenstraßen zurück nach Melle. Die Strecke war wirklich schön ausgesucht und auch das angeschlagene Tempo war in Ordnung.
Für den Nachmittag war die Besichtigung des
Automuseums in Melle mit Kaffeetrinken
vorgesehen. Das Automuseum ist 1997 in die
denkmalgeschützten Hallen einer alten
Möbelfabrik eingezogen. Vorher war es an der
Sommerrodelbahn in Ibbenbüren untergebracht.
Auf drei Etagen mit knapp 3000 Quadratmetern
stehen erstklassige Exponate verschiedener
Epochen, von den Anfängen des Automobilbaus
bis zu den besonderen Ausstellungsstücken
jüngeren Datums. Die Ausstellung besteht aus
Leihgaben, die in ständigen Wechsel
ausgestellt werden, so dass auch ein
Wiederholungsbesuch ein lohnendes Erlebnis
wird.
Das Museum hat am Samstag von 10 Uhr ( im Winter 14 Uhr) bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 - 18 Uhr geöffnet und kann jedem Autofan nur empfohlen werden. Ist ein Ausflug mit Kindern geplant, so stehen in unmittelbarer Nachbarschaft des Museums ein Märchenwald und ein Wildpark zur Verfügung. ( Informationen unter 05422 965 312)
Im Museum hatten die Freunde vom Käfer-Club
Osnabrück e.V. schon die Kaffeetafel
aufgebaut. Dazu waren gleich drei
Kaffeemaschinen in Betrieb und auf einem
Tisch standen, wenn ich mich richtig
erinnere, acht verschiedene Kuchen und
Torten. Die schmeckten dann genauso gut, wie
sie aussahen, und so konnten wir es
natürlich nicht bei einem Stück belassen.
Anschließend galt es das Museum zu entdecken. Die Besichtigung lohnt sich auf jeden Fall und hier war für mich auch so manches Exemplar zu finden, das ich zwar aus der Literatur kenne, aber noch nie zuvor im Original gesehen hatte, wie zum Beispiel ein Matra 530, oder ein Glas 3000 V8 allerdings mit BMW-Logo (Glas wurde von BMW übernommen, das Werk Dingolfing beherbergte früher die Glaswerke). Dazu kamen dann ein BMW 3200 CS, ein BMW 503, aber auch Alltagsautos gibt es hier zu sehen wie der NSU 1000C oder NSU Prinz. Als Youngtimer wären noch Ford Taunus und Audi 200 zu nennen. Natürlich gibt es auch Rolls-Royce, Bugatti oder verschiedene Mercedes zu sehen. Sicherlich schon von ihrer schieren Größe beeindruckend, die amerikanischen Coupes aus den fünfziger Jahren.
Nachdem Martin mit Familie sich schon etwas eher auf den Heimweg gemacht hatte, traten auch wir um 18 Uhr die Rückfahrt an,nachdem wir mit den neuen Osnabrücker-Freunden noch ausgiebig gefachsimpelt hatten. Die Fahrt verlief dann dank mittlerweile wieder trockenem Wetter problemlos. Und gegen 19 Uhr konnten wir Moritz, mittlerweile wieder getrocknet, in die Garage fahren. Ein schöner, ereignisreicher Tag ging zu Ende.
Dem Käfer-Club Osnabrück e.V. sei noch einmal gedankt für die gute Organisation und die kostenlose, reichhaltige Kaffeetafel. Im Jahre 2000 sieht man sich hoffentlich, zu der einen oder anderen Veranstaltung in Osnabrück oder in Münster wieder.
Michael Schröder
